Fasten für die Umwelt

Weltverbesserer gesucht!

Wir alle wollen die Welt ein klein wenig besser machen, leider fasst man sich dabei viel zu selten an die eigene Nase. Es gibt so vieles, an das wir uns gewöhnt haben, und denken, wir könnten nicht mehr darauf verzichten. Aber was, wenn wir merken, dass wir ohne das genauso gut, wenn nicht sogar besser leben? Gesünder und umweltfreundlicher?
Ein Weg dies herauszufinden, ist das Fasten. In unserem Fall eher weniger aus religiöser Überzeugung, sondern mit Blick auf die negativen Konsequenzen auf die Umwelt, die unser unbedachter Konsum/Lebensstil in vielen Fällen hat. 
Wir hatten auf Anhieb sehr viele Ideen, was wir alles fasten können, um damit die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Und wer weiß, vielleicht merken wir sogar, dass wir ohne es auch langfristig gesehen sehr gut auskommen.
Hinweis: Wir präsentieren hier unsere Ideen mit einer kurzen Information, was an dessen Konsum oder diesem Verhalten so schlimm ist, bzw. warum es gut wäre, das zu fasten. Für mehr Informationen zum Thema, sieh dir bitte den danebenstehenden Link oder das Video an. Natürlich gibt es noch viel mehr Informationsquellen, kein Anspruch auf Vollständigkeit! Wir beziehen uns hier auch auf andere Umweltschutz-Organisationen. Das ist Absicht, denn im Endeffekt tragen alle diese Informationen zu unserer Umweltbildung bei, dabei sollte es nicht darauf ankommen, wer diese in Umlauf bringt.

Warum ist Fasten gut für uns?

Fasten...

  • hilft gegen die Winter-Depression
  • ist gut für's Gehirn und beugt Demenz vor
  • fördert unsere eigene Disziplin
  • ist gut für die Gesundheit (je nachdem was man fastet)
  • und du kannst dir selbst beweisen, dass es möglich ist, Verhaltensmuster zu brechen!

Für weitere Infos siehe: http://www.spektrum.de/magazin/ernaehrung-fasten-ist-gut-fuers-gehirn/1435059https://www.ugb.de/richtig-fasten/neurobiologische-effekte-psychische-auswirkungen-fastens/

Unsere Fast-Ideen:

1. Essen

  • Fleisch und Fisch Die weltweite Tierhaltung trägt signifikant zum Klimawandel bei, z.B. mit aus dem Magen freigesetztem Methan bei Rindern, sowie mit CO2-Emissionen bei der Futtererzeugung. Zudem fressen die Rinder jede Menge sojahaltiges Futter und tragen so zur Urwaldabholzung bei. Hinzu kommt der enorme Wasserverbrauch denn der Wasserverbrauch bei der Produktion von NUR 1kg Fleisch liegt bei 16.000 Litern! (Nabu) (BUND (Youtube))
    Warum also nicht einfach auf Fisch umsteigen? Weil die Weltmeere an Überfischung leiden. 
    Falls du trotzdem nicht bereit bist, auf Fisch zu verzichten, kann dir unser Fischratgeber helfen (Fischratgeber).
    Weitere Infos unter: https://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft/fleischeslust-was-das-stuck-lebenskraft-tatsachlich-kostethttps://www.abenteuer-regenwald.de/bedrohungen/fleisch undhttps://www.greenpeace.de/themen/meere/ueberfischung
  • Milchprodukte haben eine sehr schlechte Öko-Bilanz. Auch hier haben wir die gleiche Problematik wie beim Fleischkonsum in Form von klimaschädlichen Emission von Methan und CO2 und die Abholzung des Regenwalds für den Anbau von Soja-Tierfutter. Außerdem wird auch bei der Milchproduktion sehr viel Wasser verschwendet. Pro 1 Liter Milch sind das 1000 Liter Wasser! 
    Ist es dann überhaupt in Ordnung, auf Soja-Produkte umzusteigen? Ja, da 90% des angebauten Sojas an die Viehindustrie geht und nur 10% an uns "verfüttert" wird (Quelle: PETA). Der Sojaanbau ist außerdem deutlich weniger klimaschädlich als die Milchherstellung, denn "für ein Kilo Sojafleisch entstehen, weniger als ein Viertel der Treibhausgase, die ein Kilo Hackfleisch verursacht."
    Siehe utopia.de und auch umwelt-im-unterricht.de
  • Palmöl ist in sehr vielen unserer Lebensmittel enthalten und bei der riesigen Nachfrage, werden immer mehr Palmen angebaut. Dies führt zu Monokulturen und dadurch zur Verringerung der Artenvielfalt. Und auch hier werden wieder große Flächen an Regenwald gerodet um für die Monokulturen Platz zu schaffen. Siehe auch faszination-regenwald.de und Youtube
  • Regionale Lebensmittel statt Importiertes aus dem Ausland essen, denn so fällt der Transport weg und die Öko-Bilanz ist gleich viel besser. Also wenn schon nicht bio, dann wenigstens regional! Unser Tipp: schau doch mal bei der Verbraucher-Erzeuger-Gemeinschaft hier in Würzburg vorbei (transition-wuerzburg.de, die voraussichtlich im März öffnet, oder natürlich beim Bauern deines Vertrauens. Auch unser Konsumkompass zeigt dir, wo es regionale Lebensmittel in Würzburg gibt greenpeace-wuerzburg.de/konsumkompass.
  • Saisonale Lebensmittel kaufen, denn Transport, Lagerung und Kühlung von nicht-saisonalen Früchten und Gemüse verursachen hohe CO2-Emissionen sowie einen hohen Energieverbrauch. Weitere Infos findest unter nachhaltig-sein.info und greenpeace.org. Unter utopia.de findest du außerdem einen Saisonkalender.
  • Bio-Lebensmittel kaufen, denn Lebensmittel mit dem EU-Biosiegel sind in der Regel frei von Pestiziden und man trägt mit deren Kauf zu artgerechter Tierhaltung, Gewässer- und Klimaschutz bei. Mehr Infos unter greenpeace.de undhttps://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft/bio-lebensmittel-die-bessere-wahl Wo es in Würzburg gute Bio-Läden gibt, kannst du auch in unserem Konsumkompass nachschlagen (greenpeace-wuerzburg.de/konsumkompass/).
    Dir ist bio zu teuer? Kaufe doch mal 40 Tage lang bio und mache danach einen Kassensturz: Hast du wirklich so viel mehr Geld ausgegeben? Vielleicht stellst du am Ende sogar fest, dass sich die Investition lohnt.

2. Mobilität

  • Weniger Autofahren, stattdessen die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen oder gleich Fahrrad fahren. Ganz nach
    dem Motto: Weniger Luft verpesten und mehr frische Luft schnappen! Insbesondere der Diesel schadet dem Klima, wie du unter greenpeace.de/Mobilitaet nachlesen kannst.

3. Konsum

  • Spare Wasser (nicht beim Trinken!), indem du weniger Wasser beim Duschen verbrauchst oder beim Zähneputzen oder beim Einseifen der Hände den Wasserhahn zudrehst.
    Viel mehr Wasser kann man aber noch sparen, in dem man auf bestimmte Produkte verzichtet, siehe Punkte Fleisch, Milchprodukte.
  • Lass den Klick in deiner Stadt (also keine Artikel online bestellen), denn so sparst du Verpackung (Müll) und es fällt kein Transport an, was die CO2-Bilanz senkt.
  • Plastik fasten - Geht nicht? Doch. Nimm dir eine stinknormale Mülltüte mit 25l Volumen und versuche, innerhalb der 40 Tage nicht mehr Plastikmüll zu erzeugen, als in diese Tüte passt (Ja, auch Plastikflaschen zählen dazu!). Und du wirst sehen, es geht!

    Warum schadet Plastik der Umwelt? Es ist quasi unkaputtbar, landet in unseren Meeren und schwimmt dort Jahrhunderte bis es in Mikroteilchen zerkleinert wurde. Es landet in den Mägen von Tieren oder sie verfangen sich darin und verenden qualvoll. Hier ist der Weg des Plastiks gut erklärt: Youtube.

    Die Lösung? Kein Plastik mehr kaufen, sondern altes wiederverwenden bzw. auf z.B Stofftaschen und Glasflaschen umsteigen. Achte dabei auch auf Mikroplastik, das sich in deiner Kosmetik befindet (greenpeace.de/artikel/so-vermeidest-du-plastik-in-kosmetik)! 
    Siehe auch: greenpeace.de. Außerdem findest du hier 10 Tipps für weniger Plastikgreenpeace.de/themen/meere/10-tipps-fuer-weniger-plastik.
    Am 9. März 2017 macht hier in Würzburg ein „unverpackt“-Laden auf (wuerzbur-unverpackt.de). Das ist die Chance mit der Vesperbox einkaufen zu gehen und mit dem Plastikfasten weiterzumachen!

40 Tage dauert die Fastenzeit, am Aschermittwoch, dem 01. März 2017, geht’s los. Wer ist dabei? Wir sind's auf jeden Fall. Fastet mit uns gemeinsam für's Klima!

Wie ihr euch außerdem nachhaltig ernähren könnt, haben wir für euch im unten angehängten Dokument recherchiert.

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