FFF-Demo mit Mund-Nasen-Schutz

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Am Freitag hat die erste Präsenzveranstaltung von Fridays For Future in Würzburg seit Beginn der Corona-Pandemie stattgefunden und wir waren dabei! Warum haben wir uns den Protesten angeschlossen? 

Die Corona-Krise stellt unsere Gesellschaft - das Gesundheitssystem, den gesellschaftlichen Zusammenhalt, das kulturelle Miteinander - vor riesige Herausforderungen. Aber durch den zeitweiligen Stillstand der Wirtschaft bietet sie auch die Chance, dringende Veränderungen in unserem Wirtschaftssystem, der Industrie, der Landwirtschaft, dem Gesundheitswesen und vielen weiteren Bereichen anzugehen und weitere, aller Voraussicht nach schlimmere Katastrophen zu verhindern.

Die Bundesregierung hat für diesen Neustart ein Konjunkturförderungsprogramm vorgelegt, welches aus unserer Sicht bei weitem nicht ausreicht, um unsere Zukunft, den drängenden, immensen Herausforderungen wie Klimawandel und Rückgang der Biodiversität gerecht werdend, grün auszurichten. 

Die Glaubhaftigkeit der Bundesregierung, mit dem Konjunkturprogramm nun auch etwas gegen den Klimawandel tun zu wollen, sinkt schon allein mit der Tatsache, dass fast zeitgleich mit den Beratungen zu einer „Förderung von Zukunftstechnologien“ das hochumstrittene Steinkohlekraftwerk Datteln 4 ans Netz geht, obwohl das nicht einmal die zukünftigen Hauptabnehmer Deutsche Bahn AG und RWE wollten!

Immerhin: auf eine Kaufprämie für Autos mit Verbrennungsmotoren wurde verzichtet und Forschung zu grünem Wasserstoff, einem - auch aus Sichtweise von Greenpeace - Energieträger der Zukunft, soll mit 7 Milliarden Euro unterstützt werden. 

Wie könnte ein Konjunkturpaket nun aber strahlend grün und nicht nur blass grün werden? Lesen Sie hier über unsere Vorstellung von einem klimagerechten Konjunkturprogramm.

Außerdem forderte Fridays For Future gestern einen Nationalpark Steigerwald, ein Projekt das wir unterstützen und dessen Entstehung wir gestern mit einforderten (siehe Bild 2). Mehr Infos zum Zustand des Steigerwaldes und Visionen gibt es am 9. Juni um 19 Uhr in einem Webinar unter anderem mit dem bekannten Autor Peter Wohlleben.